Die Jahrestagung 2009

 

 vom 17. bis 19. Juni in der Rhönresidence in Dipperz-Friesenhausen bei Fulda

 

Arbeitswelt im Umbruch

Herausforderung an die BSA und ihre Methoden, statt

 

  • Mit den vielfältig gestiegenen Anforderungen an die Kompetenz betrieblicher Beratung befasste sich die diesjährige Jahrestagung des bbs.

     

    • Dr. Nenad Vasic beschäftigte sich mit den Konsequenzen der aktuellen Neurowissenschaft für die Beratungsarbeit aber auch mit den Auswirkungen auf strukturelle Bedingungen in Organisationen.

     

    Im Methodenteil stellten die Referenten mit theoretischen Inputs und praktischen Übungen die unterschiedlichsten Methoden und Ansätzen für den Einsatz in der Beratung vor:

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    • Stefan Machka, die Herzintelligenzmethode von Doc Childre, eine hochwirksame Methode um z. B. Stresssymptome gezielt abzubauen, sich nicht von Angst oder Wut bestimmen zu lassen und Entspannungsfähigkeit positiv zu beeinflussen.
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    • Jochen Sattler, Musiktherapie im Beratungskontext.
      Der Ansatz setzt auf die ressourcenfördernde Wirkung der Musik, welche Kommunikation auf nonverbaler Ebene ermöglicht und, in Gruppen eingesetzt, das Miteinander fördert.

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    • Dr. Siegfried Lehrl die Methode des Mentalen Aktivierungstrainings, die dazu beiträgt, die geistige Fitness zu erhalten und zu fördern.
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    • Dr. Rolf Schwarz mit Elementen aus der Spiel- und Theaterpädagogik,
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    • Jasper Dehner die „Check-your-mind-Methode“, mit der Denkblockaden und negative Denkmuster erkannt, aufgelöst und durch eine konstruktive Einstellung ersetzt werden können.

     

    • Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher von der Jesuiten-Hochschule für Philosophie in München rundete die Tagung mit seinem Beitrag "Sinn und Werte - vernachlässigbare Größen für die Wirtschaft?" ab.

 Die diesjährige Arbeitstagung des bbs,  exclusiv für Mitglieder, fand vom


6. bis 7. Februar 2009

 

im Bischöflichen Bildungshaus St. Ursula, Erfurt, statt.

 

26 Kolleginnen und Kollegen befassten sich mit den Veränderungen in der Arbeitswelt und dem damit verbundenen Strukturwandel in der Betrieblichen Sozialberatung.

In einer angenehmen Arbeitsatmosphäre und einer konstruktiven Zusammenarbeit wurden Fragen und Antworten des bbs auf diese Veränderungen diskutiert.

 

Mitglieder finden die Arbeitsergebnisse im kennwortgeschützten Bereich.

 

 

Jahrestagung 2008


Wenn die Seele "stolpert"
Betriebliche Interventionsmöglichkeiten bei psychischen Auffälligkeiten

die diesjährige Jahrestagung des Bundesfachverbandes Betriebliche Sozialarbeit e.V. fand statt vom 4.-6. Juni 2008 in Bad Salzschlirf bei Fulda.

 

Rückblick

Vom 4. bis 6. Juni fand in Bad Salzschlirf bei Fulda die Jahrestagung 2008 unter dem Titel „Wenn die Seele stolpert...“ statt.

 

90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Belgien, Luxemburg und Deutschland beschäftigten sich mit dem Thema der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. In einem intensiven Programm ging es in gewohnter bbs-Qualität neben einem wissenschafts-praktischen Input vor allem um betrieblich praktizierte Lösungsansätze.

 

Mit Dr. Hans-Peter Unger, dem Leiter der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Asklepios-Klinik Hamburg-Harburg und Leiter des Harburger Bündnisses gegen Depression, referierte zu Beginn der Tagung ein kompetenter Fachmann zu der Fragestellung

 

„Psychische Auffälligkeiten

Wie uns die heutige Arbeitswelt in die seelische Erschöpfung treibt und was man dagegen tun kann“.

 

Der interessante und kurzweilig aufbereitete Vortrag begeisterte alle Anwesenden. Gerne hätte man Herrn Dr. Unger noch weiter zugehört, doch er musste dem Fahrplan der Bundesbahn seinen Tribut zollen, zumal er am nächsten Tag wieder in Hamburg gebraucht wurde.

 

Als zweiter Redner des ersten Tages sprach Projektleiter Christian Gredig von der Familienselbsthilfe Psychiatrie aus Bonn. Er schlug einen Bogen von seinen vielfältigen praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit psychisch Kranken hin zu der Funktion und Tätigkeit des Bundesverbandes und der Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen betrieblichen Beratungsdiensten und den Angehörigengruppen.

 

Am Abend fand traditionell die Mitgliederversammlung statt.

 

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Praxis.

 

Gerhard Wind, Leitender Psychologe der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen stellte in einem spannenden Vortrag das von ihm entwickelte Konzept der Trauma-Arbeit an der Klinik und die Arbeit der Trauma-Ambulanz Ludwigshafen vor. Abgerundet wurde sein Beitrag mit einem Filmbericht des ZDF über die Rehabilitation eines Amoklauf-Opfers. Neben sehr persönlichen Einlassungen des Opfers wurde die Beratungsarbeit der Psychologen transparent dargestellt.

 

Detlev Heldeis, Reha-Berater bei der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung Wiesbaden, ergänzte mit seinem Beitrag die Ausführungen von Gerhard Wind hinsichtlich der Tätigkeit und der Leistungen der Berufsgenossenschaften. Herr Heldeis verstand es, die trockene Materie der Rehabilitation locker und verständlich aufzubereiten.

 

Susanne Klein, Frankfurter Sparkasse, berichtete vom „Präventionskonzept Banküberfall“ der Frankfurter Sparkasse. Dieses Notfallkonzept hat sich seit vielen Jahren bewährt und besteht aus regelmässigen Schulungen sämtlicher Vertriebsmitarbeiter zum Thema: „Risiko Banküberfall“, sowie einer professionellen Akutversorgung und  Nachbetreuung.

 

 

Der Nachmittag war dem „World-Cafe“ – auch unter dem Begriff „Marktplatz“ bekannt – vorbehalten.

An sieben Ständen konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über „best-practice-Beispiele“ aus den Unternehmen informieren und mit den Referierenden austauschen.

 

Simone Schuldt, KSB AG, Frankenthal, präsentierte das Schulungskonzept zur gesunden Führung ihres Arbeitgebers in Zusammenarbeit mit einer psychosomatischen Fachklinik.

 

Sabine Mattner und Eleonore Paschvoss, RAG - Deutsche Steinkohle, Herne, stellten „Burnie“ vor, eine interaktive CD zum Umgang mit Stress – nicht nur am Arbeitsplatz.

 

Linoj Kottappillil, BMW AG, Berlin, berichtete über das Gesundheitsmanagement der BMW Group unter dem Titel: „Psychomentale Gesundheit am Standort Berlin“.

 

Heinz-Willi Lahme, Fachkliniken Hochsauerland, Bad Fredeburg, informierte die Teilnehmer über ein Präventionsmodell der Klinik, das sich derzeit noch in der Pilotphase befindet. Es wendet sich an Mitarbeiter aus Betrieben, die erste Anzeichen psychosomatischer Beschwerden (Burnout, Depressionen…) aufweisen und mit Hilfe eines insgesamt dreiwöchigen ganzheitlichen Gesundheitstrainings ihre Balance wieder gewinnen können.

 

Matthias Orth und Catja Tonnius, Berufliches Trainingszentrum (BTZ) Rhein-Neckar, informierten über die Rehabilitationsarbeit ihrer Einrichtung in der Kooperation mit den Arbeitgebern

 

Susanne Keudel, Region Hannover, informierte über Ergebnisse aus  einer Befragung zum Unterstützungsbedarf für Führungskräfte im hilfreichen Umgang mit psychisch auffälligen Beschäftigten.

 

Dr. Jürgen Schichterich und Frank Reger, Fachkliniken Daun, stellten ihr Klinikkonzept über Interventionen bei psychischen Auffälligkeiten im berufsbezogenen Kontext vor.

 

Den Unternehmen – im Übrigen bis auf eines alle Mitglieder - sei an dieser Stelle nochmals gedankt, dass sie die Beiträge ermöglicht haben. Besonders gefreut hat uns, dass sich die BMW AG als Nichtmitglied mit einem Beitrag präsentiert hat.

Der Dank gilt aber auch den Referierenden, die nicht müde wurden, sieben Mal ihre Folien zu präsentieren und last but not least allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich diesem Marathon unterzogen. Alls in allem aber eine vielfältige, interessante und gelungene, wenn auch kompakte Veranstaltung.