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Deutsche Gesellschaft für Beratung - DGfB


Seit 2004 ist der bbs Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB).

 

Der Zweck der DGfB besteht darin, ein wissenschaftlich abgesichertes Beratungsverständnis in Ausbildung und Praxis zu fördern. Der Vorstand des bbs versteht seine Mitgliedschaft und Mitwirkung in der DGfB als einen Beitrag zur Arbeitsfeldstabilisierung, Arbeitsplatzsicherung und Qualifizierung seiner Mitglieder.

weitere Informationen im Mitgliederbereich

 


Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Beratung e.V. (DGfB) unterstützt  der bbs e.V. die Empfehlungen für qualifizierte Beratungstandards.

 

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Psychosoziale Beratung - Kunst oder Handwerk?

Der bbs als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Beratung

Der Beratungsmarkt boomt. Ein Ende ist nicht abzusehen. Jeder leise Windhauch wird heute mit dem Etikett von 'Beratung' versehen. Man kann das trefflich beklagen; umkehrbar ist der Prozess nicht: Unsere Gesellschaft ist auf dem Weg zu einer 'Beratungsgesellschaft'.

Während man jedoch beispielsweise einem Steuerberater, dessen Ausbildung standardisiert, reglementiert und überprüfbar ist, unabhängig von seinen persönlichen Fähigkeiten immerhin fundierte Grundkenntnisse unterstellen darf, tummeln sich auf dem Arbeitsfeld Beratung neben seriösen Profi's mit profunden Kenntnissen allzu viele Berater und Beratungsdienste 'von eigenen Gnaden' und letztlich auch viele Scharlatane. Gesetzlich geschützt ist die Berufsbezeichnung 'Berater/Beraterin' nicht.

Die damit einhergehende Gefahr liegt auf der Hand: Beratung als professionelle Dienstleistung gerät zunehmend in die Gefahr,  zu etwas Beliebigem zu verkommen: Jeder, der sich unter Berufung auf 'Fingerspitzengefühl' aufgefordert fühlt, kann Beratung anbieten und durchführen. Die wissenschaftlich fundierte wie abgesicherte Methode als ein lehrbares Handwerk mit überprüfbaren Standards gerät so in ein Fahrwasser willkürlich durchführbarer, subjektiv auslegbarer Kunst.

Insofern verengt die Inflation unkontrollierter Formen und -Angebote den Markt für die Profi's; und im Kontext von Kostendruck und Rationalisierung erschwert der zunehmende Legitimierungsdruck die Arbeitsbedingungen seriöser Anbieter . Dies ist nicht zuletzt auch im Arbeitsfeld betrieblicher Sozialberatung zu spüren.

Auf diese Entwicklung frühzeitig reagierend, ist der bbs unter dem Etikett 'Berufsregister' im Oktober 2003 eine Qualitätsoffensive mit dem Deutschen Berufsverband für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Heilpädagogik e.V. (DBSH) eingegangen. Diese Zusammenarbeit hat sich aus vielerlei Gründen als erfolglos herausgestellt.

Parallel dazu schlossen sich eine Vielzahl von Verbänden, allesamt auf die eine oder andere Weise fachlich fundierte psychosoziale Beratung anbietend und durchführend, zu einer Interessengemeinschaft, der Arbeitsgemeinschaft Beratungswesen (AGB) zusammen. Ihr Ziel: Das Segment 'psychosoziale Beratung' mittels fachlich einheitlicher Standards zu regulieren und zu kontrollieren, um sich von dubiosen Angeboten besser abgrenzen zu können.

Als das Berufsregister seine Pforten schloss, lag es für den bbs nahe, statt dessen der AGB beizutreten.

Nach umfangreichen Vorarbeiten gründeten die Mitgliederverbände der AGB am 15.9.2004 die Deutsche Gesellschaft für Beratung - German Association for Counseling DGfB e.V. Der bbs ist eines ihrer Gründungsmitglieder.

Der Zweck der DGfB besteht darin, ein wissenschaftlich abgesichertes Beratungsverständnis in Ausbildung und Praxis zu fördern.

Dem will sich die Gesellschaft nähern, in dem sie u.a.

  • eine einheitliche Definition psychosozialer Beratung erarbeitet und in den relevanten Wirkungsfeldern verbreitet,
  • Aktivitäten in Forschung, Theorie- und Praxisentwicklung und Weiterbildung fördert und koordiniert,
  • interdisziplinären Austausch fördert und koordiniert,
  • Standards in Aus- und Fortbildung  und Ethikrichtlinien für die Praxis erarbeitet, erläßt, verbreitet und deren Einhalt sichert und
  • fachpolitischen Einfluss in relevanten Gremien zu gewinnen bemüht ist.

Der Vorstand des bbs versteht seine Mitgliedschaft und Mitwirkung in der DGfB als einen Beitrag zur Arbeitsfeldstabilisierung, Arbeitsplatzsicherung und Qualifizierung seiner Mitglieder.

 

Lit.:

  • Arbeitsgemeinschaft Beratungswesen, Hg.; Psychosoziales Beratungsverständnis,
    Fassung Nr. 6 vom 19.6.2003
  • Deutsche Gesellschaft für Beratung DGfB, Hg.;
    Satzung vom 22.4.2005
  • Reinsch, Ursula; Berater und Klienten brauchen ein Beratergesetz,
    in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung, Heft 1.03, S. 5
  • Sander, Klaus, Allgemeine Definition von Beratung,
    in: Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung, Heft 1.03, S. 11f;