Frisches

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06.11.2019

Wirtschaft mit Sinn: die Gemeinwohl-Ökonomie
(Gerd Dworok)

"Gemeinwohl-Ökonomie" bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufbaut. Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene.
Die Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie entwickelt in einem Netzwerk von Institutionen, Unternehmen und verwandten Gruppierungen selbstbestimmte und kooperative Lebens-und Arbeitsformen neuer, aber auch traditioneller Art.
Sie bietet insbesondere Unternehmen die Möglichkeit, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu gemeinwohlorientiertem Wirtschaften nachzukommen.
Der besondere Fokus liegt dabei in einer Art Rückbesinnung und Betonung der Bedeutung des Menschen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext.
Arbeitswelt und Produktion sind geprägt durch lokal bzw. regional agierende Unternehmen und Betriebe und ebenso durch überschaubare Märkte und nur, wo notwendig, durch große Unternehmen auf globaler Ebene.
Dabei wird menschenfreundliche Technologie genutzt, ohne in existenzielle Abhängigkeit davon zu geraten.
Die zentralen Botschaften der Gemeinwohl-Ökonomie berühren Themen und Konfliktfelder sowohl der Sozialarbeit im Allgemeinen wie der betrieblichen Sozialarbeit/-beratung im Besonderen.
Im Kern sind damit die Konzepte und Ziele angesprochen, die die Selbstbefähigung und das Bedürfnis nach Anerkennung und Selbstwirksamkeit des Einzelnen anstreben. Transparenz und Kommunikation ermöglichen dabei Mitwirkung und Teilhabe. Eine Identifikation mit den Unternehmenszielen erhöht zugleich die Loyalität zum Arbeitgeber. Die betriebliche Sozialberatung ist - verkürzt gesagt - ständig gefordert, die Nöte und Wünsche des Einzelnen mit den Zwängen und Vorgaben der betrieblichen Organisation zu „moderieren“ oder auszubalancieren.
Besonders deutlich wird das beim Blick auf die „Berührungsgruppe Mitarbeitende“ in der „Gemeinwohl-Matrix 5.0“. Dort liegt der Schwerpunkt auf „Menschenwürde am Arbeitsplatz“, auf der fairen „Ausgestaltung der Arbeitsverträge“, auf der „Förderung des ökologischen Verhaltens der Mitarbeitenden“ und der „Innerbetrieblichen Mitentscheidung und Transparenz“.
Der „Erfolg“ eines Unternehmens, sein Beitrag zum Gemeinwohl, wird analog zur bisherigen Bilanz mit einer „Gemeinwohl-Bilanz“ gemessen. Diese beantwortet die brennendsten Fragen der Gesellschaft an alle Unternehmen, z. B.: Wie sinnvoll ist das Produkt, die Dienstleistung? Wie ökologisch wird produziert, vertrieben und entsorgt? Wie human sind die Arbeitsbedingungen? Werden Frauen und Männer gleich behandelt und bezahlt? Wie werden die Erträge verteilt? Wer trifft die Entscheidungen? Wie kooperativ verhält sich das Unternehmen auf dem Markt?
Neben diesen Fragen gibt eine Gemeinwohlbilanz wertvolle Hinweise auf Verbesserungspotentiale im Blick auf die Mitarbeitenden, auf ethische Kundenbeziehungen, auf ethisches Finanzmanagement und auf Nachhaltigkeitsprinzipien im Wirtschaften. Für (Sozial-)Unternehmen bietet der Prozess einer Gemeinwohlbilanzierung zudem größte Chancen in der Bindung der Führungskräfte aus der Generation Y sowie hervorragende Möglichkeiten der Unternehmensentwicklung mit überschaubarem Ressourceneinsatz.

Weitere Informationen und Literaturhinweise
www.ecogood.org / GWÖ in 5 Minuten  / Gemeinwohl-Matrix 5.0 


28.10.2019

Menschen, die auf Rollstühle, Elektromobile (Scooter) oder andere Mobilitätshilfen angewiesen sind, stehen im öffentlichen Personenverkehr vor besonderen Herausforderungen. Denn nicht alle Mobilitätshilfen, in denen Personen sitzend befördert werden, sind technisch ausreichend für die Mitnahme in Verkehrsmitteln ausgestattet, und nicht jedes öffentliche Verkehrsmittel ist barrierefrei zugänglich. Teilweise fehlen auch einheitliche und transparente Regelungen für die rechtskonforme Beförderung mobilitäts¬eingeschränkter Passagiere. Wegen fehlender technischer Lösungen sowie Unklarheiten über mögliche Haftungsrisiken werden diese Menschen mancherorts einfach stehen gelassen.
In einer Stellungnahme benennt die DVfR Anforderungen an Mobilitätshilfen und Verkehrsmittel, damit der öffentliche Personenverkehr von Betroffenen uneingeschränkt und sicher genutzt werden kann. Sie fordert die Verantwortlichen auf, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.
Die Stellungnahme der DVfR finden Sie hier.

15.10.2019

Das Budget für Ausbildung im Angehörigen-Entlastungsgesetz – Teil I: Analyse des Gesetzentwurfs und der Stellungnahmen

Die Autorin Cindy Gast-Schimank setzt sich mit dem geplanten Budget für Ausbildung (§ 61a SGB IX) auseinander. In Teil I wird ein Überblick gegeben. Thematisiert werden u. a. der leistungsberechtigte Personenkreis, die Leistungsinhalte sowie die zuständigen Träger. Dabei werden Bezüge zum Budget für Arbeit gem. § 61 SGB IX hergestellt und bereits im Zusammenhang mit diesem diskutierte Aspekte aufgegriffen. Anschließend werden die Stellungnahmen der Verbände zu § 61a SGB IX zusammengefasst dargestellt. In Teil II soll das Budget für Ausbildung im System sozialrechtlicher Hilfen betrachtet werden. mehr

Kurze Erklärungen zum BTHG im Familienratgeber
Informationen finden Sie hier.


11.10.2019

„Eine umfassende Beratung ist die Grundlage für das Funktionieren des immer komplizierter werdenden sozialen Leistungssystems“
Die Autorin Katharina Weyrich befasst sich in ihrem Beitrag vor dem Hintergrund des Urteils des BGH vom 02.08.2018 (Az. III ZR 466/16) mit der Funktion von Beratung im Sozialleistungssystem. Sie identifiziert dort hohen Beratungsbedarf und stellt die These auf, dass zur Deckung dieses Bedarfes auch insbesondere trägerunabhängige Beratung notwendig ist. Anhand einiger empirischer Untersuchungen wirft sie einen Blick auf die Beratungswirklichkeiten in der behördlichen Praxis und identifiziert vorhandene Defizite in der Umsetzung des gesetzlichen Beratungsauftrags. Abschließend plädiert die Autorin für mehr Forschung zu Beratung im sozialen Sicherungssystem. mehr


01.10.2019

Projekt: Familienorientierte Suchtarbeit (mit dem Ziel neben der Behandlung der Abhängigkeitserkrankung elterliche Kompetenz stärken): https://www.eltern-sucht.de/thema/projekt/


18.09.2019

Daniela Ludwig (CSU) ist neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung
www.drogenbeauftragte.de

Studie: Erhebliche Diskriminierungsrisiken durch Algorithmen
Algorithmen und umfangreiche Datensätze bergen erhebliche Diskriminierungspotenziale im Arbeitsleben, bei der Vergabe von Wohnraum, in der Medizin und weiteren Bereichen. Darauf weist eine aktuelle Studie des Karlsruher Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) anhand zahlreicher Beispiele hin.
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24.09.2019

Pressemitteilung: Online-Diskussion „33 Monate BTHG: Stärkung der SBV – Programm oder Wirklichkeit?“

Online-Diskussion über die Schwerbehindertenvertretung
Das Bundesteilhabegesetz hat die Beteiligungsrechte für die Schwerbehindertenvertretung (SBV) erweitert. Welche Entwicklungen gab es dadurch in Betrieben und Dienststellen? Hierzu hat die DVfR am 25. September 2019 eine Online-Diskussion gestartet. Mitglieder der SBV, Vertrauenspersonen und Interessierte sind zur Mitwirkung mit eigenen Fragen und Thesen herzlich eingeladen.
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15.09.2019

Stellungnahme der DVfR
zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Rehabilitation und intensivpflegerischer Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz – RSIG)


30.08.2019

58. DHS Fachkonferenz SUCHT
Die nächste Fachkonferenz der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen findet vom 09. - 11.10.2019 in Augsburg statt.
Thema: #Suchthilfe # Digital
Das Programm finden Sie hier.


07.08.2019

FAGS Film: „Gesicht zeigen. Glücksspielsucht und Selbsthilfegruppe“
Der Fachverband Glücksspielsucht e.V. (FAGS) hat einen 10-minütigen Film mit dem Titel „Gesicht zeigen. Glücksspielsucht und Selbsthilfe“ produziert. Der Film porträtiert Mitglieder von Selbsthilfegruppen für Glücksspielsüchtige aus Bielefeld (Game Over Bielefeld) und Bremen (Gemeinsam gegen Glücksspielsucht). Der Film ist über YouTube abrufbar und kann kostenfrei von allen Suchthilfeeinrichtungen und Selbsthilfegruppen genutzt und unter Nennung der Quelle auch veröffentlicht werden. Der Fachverband Glücksspielsucht e.V. dankt dem BKK Dachverband e.V. für die Finanzierung des Films.
https://www.youtube.com/watch?v=U3mhLxLdNek&t=14s


04.08.2019

Innovatives Online-Lernangebot für Fachkräfte der Suchthilfe
Suchterkrankungen sind bei Suizidopfern die zweithäufigste Störung. Daher ist die Risikoabschätzung für das Suchthilfesystem ein wichtiges Thema. Ein innovatives Online-Lernangebot für alle in der Suchthilfe tätigen Fachkräfte sowie für nicht therapeutisch tätige Mitarbeitende wird im Rahmen des Modellprojekts „suizidundsucht.net“ erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Die DHS unterstützt das Modellprojekt und lädt im Namen der Projektpartner dazu ein, am aktuellen Pilotdurchlauf teilzunehmen. Registrierung unter: www.suizidundsucht.net/teilnahme


03.08.2019

FAGS-Flyer: „Selbsthilfe wirkt! Für ein glückliches Leben ohne Glücksspiel“
Der Fachverband Glücksspielsucht e.V. (FAGS) hat einen Flyer entwickelt, der zum Besuch von Selbsthilfegruppen motivieren soll. Er wurde allen Kliniken, die Glücksspielsüchtige stationär behandeln, mit der Bitte zugeschickt, ihn im Abschlussgespräch den Patient*innen zu überreichen. Könnte auch für die BSA relevant sein. Exemplare können kostenfrei beim FAGS bestellt werden: http://www.gluecksspielsucht.de

02.08.2019

Rundbrief der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe (DG-SAS) informiert über aktuelle und geplante Aktivitäten
Der zweite Rundbrief der DG-SAS ist im Juni erschienen und steht auf der Website der DG-SAS für Interessierte zur Verfügung. Er informiert in unregelmäßigen Abständen über aktuelle und geplante Aktivitäten der Fachgesellschaft. https://www.dg-sas.de/de/stellungnahmen/veroffentlichungen/
 


02.07.2019

Bundesteilhabepreis 2019: Inklusive Mobilität

Wie gewährleisten Kommunen eine barrierefreie, selbstbestimmte Mobilität für Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf, zu Freizeitaktivitäten und wieder nach Hause? Die „Inklusive Mobilität“ ist Thema des Bundesteilhabepreises 2019. Für den Wettbewerb können bis 31. Juli Bewerbungen mit Gute-Praxis-Beispielen oder Modellprojekten eingereicht werden.
Nähere Informationen finden Sie hier.

26.06.2019

Statistisches Bundesamt: Weltdrogentag: Rund 1.300 Drogentote pro Jahr

 

03.06.2019

Innovative Projekte gegen Sucht am Arbeitsplatz gesucht

Unter dem Motto „Hinsehen und Handeln - Genuss, Gewohnheit oder bereits Sucht?“ sucht die DAK-Gesundheit erneut einen Vorreiter im Betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Gemeinsam mit der Kommunikationsberatung MCC (Management Center of Competence) wird die DAK-Gesundheit nun bereits zum fünften Mal ein besonders innovatives und nachhaltiges Projekt mit dem Deutschen BGM-Förderpreis auszeichnen. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 20. August mit Ihren Projekten bewerben.
„Hinsehen und Handeln - Genuss, Gewohnheit oder bereits Sucht?“
Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs legt den Schwerpunkt auf Sucht am Arbeitsplatz: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Suchtprävention im Unternehmen nachhaltig und innovativ etablieren lässt. Es geht darum, ein tendenziell riskantes Verhalten oder einen riskanten Suchtmittelkonsum frühzeitig aufzudecken und gemeinsam aktiv zu werden.

Bewerbung für den Förderpreis 2019
Projekte für den BGM-Förderpreis 2019 einreichen können Institutionen, Unternehmen und Dienstleister, die eigene neue Ideen für das Gesundheitsmanagement im betrieblichen Umfeld umsetzen wollen. Eine unabhängige Experten-Jury mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Arbeitgebern entscheidet über die Gewinner. Der erste Platz ist mit 30.000 Euro für Sachleistungen dotiert, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten Leistungen im Wert von 20.000 und 10.000 Euro.
Verliehen werden die Preise im Rahmen des Kongresses „Betriebliches GesundheitsManagement“ am 15. Oktober 2019 in Bonn.
Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular zum Deutschen BGM-Förderpreis finden Bewerber unter: http://www.bgm-foerderpreis.de/

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,8 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Bundesweit unterstützt sie viele hundert Unternehmen dabei, sich vorausschauend für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren. Der DAK-Gesundheit Gesundheitsreport 2019 zum Thema „Sucht 4.0 ¬– Trinken, Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt“ verdeutlicht die Probleme und Herausforderungen, die rund um das Thema Sucht entstehen. Sucht hat viele Facetten und viel zu oft wurden Abhängigkeiten – auch im Job – tabuisiert. Doch es ist wichtig, bei ersten Anzeichen zu handeln.
MCC steht seit über zwanzig Jahren für professionelles Veranstaltungsmanagement, besondere Kreativität und ausgeprägte Leistungsbereitschaft. MCC konzipiert, organisiert und führt Veranstaltungen in unternehmerischer Eigenregie wie auch für andere Unternehmen durch.

 

28.05.2019

REHADAT-Umfrage: „Mit Hörschädigung im Job“

Wie erleben hörbeeinträchtigte Menschen ihren Arbeitsalltag, welche Unterstützung finden sie hilfreich und welche Hilfen in Beruf und Ausbildung wünschen sie sich noch? REHADAT, das Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe, führt hierzu eine Online-Umfrage durch, die bis Ende Juli durchgeführt werden kann.

 

AG RPK - Frührente bei psychischer Krankheit vermeiden

In der Betrieblichen Sozialarbeit geht es oft um das Thema psychische Erkrankungen. Rehabilitation vor Rente soll auch für diesen Personenkreis gelten – die Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation psychisch kranker Menschen (BAG RPK) nimmt in einem interessanten Positionspapier die Problembereiche der beruflichen Phase einer Rehabilitation in den Fokus.

 

27.05.2019

Neues Online-Angebot der BAR: Der BEM-Kompass für den Wiedereinstieg in das Berufsleben nach längerer Krankheitszeit

Bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz nach langer Krankheit braucht es oft individuelle Lösungen für Betroffene und Betriebe. Mit dem BEM-Kompass bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) eine schnelle Orientierung zu vielen Fragen des Beruflichen Eingliederungsmanagements (BEM).

 

25.05.2019

Soziale Arbeit mit und für alte Menschen

Bisher wurde das Thema „Alter“ als gesellschaftliche Aufgabe und vor allem als Aufgabe für die Handlungsfelder Gesundheit und Pflege diskutiert. Im Laufe der Zeit wird nun immer deutlicher, dass Alter und die damit zusammenhängenden Lebensfragen sowie Lebenslagen auch Thema der Sozialen Arbeit sind. Nicht zuletzt rückt die demographische Entwicklung in Deutschland „Stichwort: Babyboomer“ und die damit einhergehende verstärkte Orientierung an der Inklusion das Thema Alter immer mehr in den Blick der Sozialen Arbeit und auch der anderer Handlungsfelder von Wirtschaft und Politik.

Der „Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.“ (DBSH) hat hierzu ein Positionspapier veröffentlicht: Erklärung des DBSH zur „Sozialen Arbeit für und mit alten Menschen“ (Trierer Erklärung)

24.05.2019

Fachkräftesicherung - Zehn Vorschläge der Arbeitgeberverbände für eine Verbesserung der Reha

Zur Verbesserung von Reha-Prozessen hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ein Positionspapier mit zehn Vorschlägen veröffentlicht.
Die Arbeitgeberverbände erkennen in einer erfolgreichen Rehabilitation die Chance, die Beschäftigungsfähigkeit von „oft dringend benötigten“ Arbeits- und Fachkräfte zu erhalten und wiederherzustellen. Sie unterstreichen, dass die Reformansätze des Bundesteilhabegesetzes grundsätzlich richtig seien. Allerdings seien insbesondere auch auf der untergesetzlichen Ebene weitere Verbesserungen im Bereich der Rehabilitation erforderlich. Die Durchführung von Reha-Maßnahmen müsse sich an ihren gesetzlichen Zielen messen lassen. Hierzu gehöre insbesondere auch eine Integration in den Arbeitsmarkt.
Folgende zehn Vorschläge führt die BDA in ihrem Positionspapier näher aus:
1. Reha-Bedarf frühzeitiger erkennen und zeitnahe Versorgung sicherstellen
2. Rehabilitation nach den Grundsätzen von Wirkung und Wirtschaftlichkeit ausrichten
3. Schnittstellenprobleme lösen – trägerübergreifende Zusammenarbeit weiter verbessern
4. Transparenz über den Reha-Prozess schaffen – Teilhabeverfahrensbericht muss aussagekräftig sein
5. Trägerübergreifenden Ansprechpartner schaffen
6. Medizinische und berufliche Rehabilitation bestmöglich aufeinander abstimmen
7. Rehabilitation für SGB-II-Leistungsbezieher verbessern
8. Grundsatz ambulant vor stationär konsequent umsetzen
9. Angebote der Berufsförderungswerke noch betriebsnäher ausgestalten
10. Wirtschaftlichkeit von trägereigenen Reha-Einrichtungen sicherstellen

Näheres hier.

12.05.2019

Gesetzesentwurf zur Anpassung der Berufsausbildungshilfe und des Ausbildungsgeldes
Die Bundesregierung hat im April 2019 einen Gesetzesentwurf zur Anpassung der Berufsausbildungshilfe und des Ausbildungsgeldes (BT-Drs. 19/9478) vorgelegt. Ziele des Gesetzes sind, die Änderungen beim Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) aufzunehmen sowie das Verfahren zu vereinfachen.
So sollen unter anderem Unterkunftskosten in der Berufsausbildungshilfe und im Ausbildungsgeld einheitlich pauschaliert werden. Die Höhe des Ausbildungsgeldes soll an die Sätze des BAföG angeglichen werden.
Gesetzesentwurf
 
Alleinerziehend – Tipps und Informationen
Das Taschenbuch „Alleinerziehend – Tipps und Informationen“ wurde vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter Anfang 2019 in einer überarbeiteten Auflage herausgegeben. Das Buch ist in acht Hauptthemen gegliedert und beinhaltet u.a. das Sorgerecht sowie Ansprüche und Rechte in Hinblick auf den Kindeswillen und das Kindeswohl. Es werden die Lebensbereiche der alleinerziehenden Eltern angesprochen, etwa die Existenzsicherung, die die Ausbildung und die Erwerbstätigkeit umfasst. Dabei werden auch der Kindesunterhalt und finanziellen Hilfen thematisiert.
Taschenbuch "Alleinerziehend - Tipps und Informationen"
 
Die Vaterschaft
Die vom Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen herausgegebene Broschüre befasst sich mit allgemeinen Hinweisen zur Vaterschaftsanerkennung, der gerichtlichen Feststellung der Vaterschaft und mit der Vaterschaftsanfechtung.
 

23.04.2019

Der Bundestag hat am 14. März das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) beschlossen. Das Gesetz hat zum Ziel, schneller Arzttermine zu beschaffen und die Leistungen der Krankenkasse sowie die Versorgung zu verbessern. Das TSVG soll voraussichtlich im Mai 2019 in Kraft treten und ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig.

Kern des Gesetzes ist der Ausbau der Terminservicestellen. Sie sollen zentrale Anlaufstellen für Patientinnen und Patienten werden und 24 Stunden an sieben Tagen pro Woche über die bundesweit einheitliche Notdienstnummer 116117 erreichbar sein. Parallel dazu wird das Mindestsprechstundenangebot der Vertragsärzte von 20 auf 25 Stunden pro Woche erhöht.

Für junge Erwachsene, die an Krebs erkrankt sind, werden die Kosten von Kryokonservierung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Durch die Konservierung von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen kann diese Patientengruppe auch nach einer Krebsbehandlung noch Kinder bekommen. Weitere Informationen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2019/1-quartal/tsvg-2-3-lesung-bundestag.html



25.03.2019

Wichtig für die Betriebliche Soziale Arbeit:
DGSA-Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

Die Stellungnahme vom 3. Januar 2019 zum Gesetzesentwurf finden Sie hier:

https://www.dgsa.de/veroeffentlichungen/stellungnahmen/

 

 

Interessante neue Studie zur Situation der Pflege in unterschiedlichen Ländern

 https://www.stiftung-muench.org/pinal-studie-pflege-in-anderen-laendern-vom-ausland-lernen/

Am 29. Januar 2019 wurde eine Studie im Auftrag der Stiftung Münch veröffentlicht, die die Situation der Pflege in Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und Kanada im Vergleich zu Deutschland untersucht. Die Studie belegt, dass die Pflege in Deutschland in den Bereichen Akademisierung, Eigenverantwortlichkeit und Ausbildung zurückliegt. 

Besonders auffällig ist der Unterschied im Bereich der Akademisierung: In Deutschland schließen lediglich ein bis zwei Prozent der Pflegeabsolventen ein Studium der Pflege ab. In den Niederlanden liegt dieser Wert bei ca. 45 Prozent und in Schweden und Großbritannien bei 100 Prozent. Daraus resultierend hätten Pflegende in den untersuchten Ländern mehr Verantwortung in der Patientenversorgung, während sie in Deutschland meist auf Anweisung des Arztes tätig seien.

 

 

24.03.2019

Fachtagung des Arbeitskreises "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit" zum Thema Trennung und Scheidung - "Rosenkrieger"

Am 4. April 2019 findet in Maastricht, Niederlande, eine Fachtagung des Arbeitskreises „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ zum Thema Trennung und Scheidung – „Rosenkrieger“ statt.

Im Kontext von grenzüberschreitender Trennung und Scheidung benötigen die Fachkräfte in den Jugendämtern und ihre Kooperationspartner zusätzlich Kenntnisse der internationalen Verordnungen und gesetzlichen Regelungen der jeweils angrenzenden Länder. Im Rahmen der Fachtagung werden die unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und die gerichtlichen Verfahren in Ostbelgien, den Niederlanden und Deutschland vorgestellt, ebenso verschiedene Unterstützungsangebote für betroffene Familien bzw. Kinder.

Die Veranstaltung erfolgt in deutscher Sprache.

https://ems.lvr.de/tms/frontend/index.cfm?l=6F454099FB481537185AB2097DA9006A&sp_id=1

 

Die Bundesregierung berichtet über den Stand von Maßnahmen aus dem BTHG

Zu Beginn des Jahres hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) über Maßnahmen, Projekte und Untersuchungen berichtet.

Die Bundesregierung hat bzgl. des BTHG Berichtspflichten. Das BMAS berichtet darüber, welche Untersuchungen und Projekte initiiert wurden und wie dabei Partizipation umgesetzt wird. Des Weiteren werden Aktivitäten zur Unterstützung der Länder bei der Umsetzung und Klärung von Rechtsfragen thematisiert.

Sechs ausführliche Berichte aus den entsprechenden Maßnahmen bzw. Projekten finden sich im Anhang des knapp 200-seitigen Dokuments:

  • der Bericht des Projekts „Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz“ für das Jahr 2018,
  • der Endbericht zur Machbarkeitsstudie für das Forschungsvorhaben „Wirkungsprognose nach Artikel 25 Absatz 2 BTHG“,
  • eine Übersicht über die Projekte der modellhaften Erprobung der Verfahren und Leistungen nach Art. 25 Absatz 3 BTHG,
  • ein erster Zwischenbericht zur wissenschaftlichen Untersuchung der modellhaften Erprobung der Verfahren und Leistungen nach Art. 1 Teil 2 des BTHG,
  • eine Expertise zur Schaffung einer Datengrundlage für die Finanzuntersuchung nach Art. 25 Absatz 4 BTHG sowie
  • der erste Zwischenbericht zur Finanzuntersuchung.

Zur Unterrichtung der Bundesregierung über das Jahr 2018:

Bericht zum Stand und zu den Ergebnissen der Maßnahmen nach Artikel 25 Absatz 2 bis 4 des Bundesteilhabegesetzes – Bundestags-Drucksache 19/6929 vom 4. Januar 2019 (PDF/8,3 MB)

(Quelle: Deutscher Bundestag)

 

19.03.2019

"Reha-Prozess"

Die Reha-Träger haben auf Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) nun Regelungen vereinbart, wie sie die Vorgaben des SGB IX zur Gestaltung eines Rehabilitationsprozesses auslegen und umsetzen wollen. Diese neue gemeinsame Empfehlung beschreibt einen idealtypischen Reha-Prozess, mit nun sieben statt wie bisher fünf Phasen (Bedarfserkennung, Zuständigkeitsklärung, Bedarfsermittlung und Bedarfsfeststellung, Teilhabeplanung, Leistungsentscheidung, Durchführung von Leistungen zur Teilhabe und Aktivitäten zum bzw. nach Ende einer Leistung zur Teilhabe).
Zur Realisierung eines einheitlichen und nahtlosen Rehabilitationsprozesses wollen die Rehabilitationsträger und Integrationsämter sicherstellen, dass auftretende Kooperations-, Zuständigkeits- und Finanzierungsfragen einvernehmlich und rasch geklärt werden und nicht zu Lasten der Menschen mit Behinderung gehen.

Hier finden Sie die gemeinsame Empfehlung:
https://www.bar-frankfurt.de/fileadmin/dateiliste/publikationen/gemeinsame-empfehlungen/downloads/GEReha-Prozess.pdf

 

Arbeit und Gesundheit: Generation 50+

Der neueste BKK Gesundheitsreport (Ende 2018 erschienen) widmet sich der Gesundheit der Beschäftigten in der Generation 50+. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten wird stetig größer. Interessant dabei ist, dass bis vor ein paar Jahren Beschäftigte im Alter jenseits der 50 Jahre eher als "ruhestandsnah" gesehen wurden. Derzeit werden sie verstärkt als „Best Ager“ mit Entwicklungspotential betrachtet. Daraus ergibt sich die Frage, wie alter(n)sgerechte Arbeit, genauso wie Prävention, Gesundheitsförderung und schließlich Übergang in den Ruhestand gestaltet werden können, um Arbeitsfähigkeit möglichst lange zu erhalten. Für den eiligen Leser eignen sich die Seiten 18-31. Bei 485 Seiten besteht ansonsten die Gefahr, dass Sie während des Lesens selbst zum Best Ager werden...

Diese interessante Lektüre finden Sie hier: https://www.bkk-dachverband.de/publikationen/bkk-gesundheitsreport.html

 

 

13.03.2019

(EU) DSGVO - Was ist neu im Datenschutz?

Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (AJS) hat auf vier Seiten einen kurzen und informativen Überblick über die Auswirkungen der (EU) Datenschutzgrundverordnung zusammen

gestellt. Grundlegende Fragen zum „neuen“ Datenschutz werden mit einfachen Worten beantwortet. So erhalten aber auch Fachkräfte der betrieblichen Sozialarbeit Auskunft u.a. über die Zulässigkeit einer neuen bzw. den Umgang mit einer bereits erteilten Einwilligung, Rechte der Betroffenen und Pflichten der datenverarbeitenden Stellen, sowie den Konsequenzen möglicher Rechtsverstöße.

https://www.ajs.nrw.de/wp-content/uploads/2018/09/AJS_Merkblatt_DSGVO_Juli_2018.pdf

Umgang mit möglichen Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen hat eine Broschüre herausgegeben, die zeigt, wie Fachkräfte mit einem möglichen Verdacht einer Kindeswohlgefährdung umgehen können. Im Mittelpunkt solcher Fälle stehen rechtliche Handlungspflichten und Möglichkeiten, die fachliche Einschätzung der Situation sowie die Wahrnehmung und Reflexion der eigenen Gefühle der Fachkräfte.

https://www.fruehehilfen.de/fileadmin/user_upload/fruehehilfen.de/pdf/Publikation-NZFH-Modul-9-mit-moeglichen-Hinweisen-auf-Kindeswohlgefaehrdung-umgehen.pdf

 

09.03.2019

Der "Internationale Tag der Sozialen Arbeit" (ITSA) oder auch "Weltsozialarbeitstag"(WSWD) genannt, findet in diesem Jahr am
19. März mit dem Thema "Für die Bedeutung menschlicher Beziehungen eintreten" statt. Es ist der wichtigste Tag im Jahr für die Profession der Sozialen Arbeit, welcher seit 2003 von der "INTERNATIONAL FEDERATION OF SOCIAL WORKERS" (IFSW) initiiert wird und inzwischen von der UNO anerkannt ist. Mit unterschiedlichsten Aktionen und Veranstaltungen soll an diesem Tag auf die Tätigkeiten, die unterschiedlichen Handlungsfelder und die Belange der Sozialen Arbeit aufmerksam gemacht werden. In diesem Jahr konzentriert sich einerseits das diesjährige Thema der sozialen Beziehungen auf die in der Profession tätigen, andererseits aber auch auf die Gesellschaft im Allgemeinen und mit den Chancen und Folgen der Kommunikation in der Sozialen Arbeit. 

www.dbsh.de

 

22.02.2019

Fortbildung "Update: Suchtstörungen"
Das Seminar Update Suchtstörungen war ein voller Erfolg. In den Räumen der RheinEnergie, Köln fand am 20.02.2019 ein eintägiges Seminar mit 22 Teilnehmenden aus X verschiedenen Bundesländern (Schleswig Holstein, NRW, Hessen, Sachsen, Baden Württemberg, Bayern) statt. Das Seminar wurde von Prof. Dr. Michael Klein durchgeführt, der einen Überblick über aktuelle Konzepte zur Ätiologie, Behandlung, Prävention und zu Möglichkeiten der motivierenden Interventionen von Suchtstörungen in der Arbeitswelt geben konnte. Die Materialien der Schulung sind im Mitgleiderbereich zu finden. Ein neuer Durchgang wird für den Herbst geplant.

                                                          

Der BBS bedankt sich bei Robert                                                Prof. Dr. Michael Klein
Wagner für die Ausrichtung der
Fortbildung in den Räumen von
RheinEngergie
v.l.n.r.: Robert Wagner, Prof. Dr. Martin Klein,
Prof. Dr. Michael Klein

 

19.02.2019:

Die zehnte bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien ging am 16.02.2019 zu Ende. Lesen Sie hier einen Bericht.

 

13.02.2019:

Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien (10. - 16. Februar 2019)

In dieser Woche findet die zehnte bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien statt. Hier finden Sie die Pressemitteilung mit Statements von
Prof. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes
Henning Mielke, Geschäftsstelle NACOA Deutschland - Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.v.

Alle Informationen zu den 120 Veranstaltungen in 60 deutschen Kommunen finden  Sie unter www.coa-aktionswoche.de

 

 

01.02.2019:

Aktuelle Stellungnahme der DVfR zur Umsetzung des BTHG

Die Bedarfsermittlung für einen Rehabilitationsantrag hat vollständig und umfassend zu erfolgen, wobei der DVfR es allerdings für vertretbar hält, dass die Bedarfsermittlung im Falle eines rasch zu entscheidenden Rehabilitationsantrages sequentiell, fokussiert und vorläufig eroflgen kann. Näheres hier.

Eine angemessene Berücksichtigung der Komorbidität, der Behandlungsbedarfe und der Gesundheitssorge erscheint bei der Bedarfsermittlung notwendig, damit die Ziele des SGB IX erreicht werden können. Interessant in der Anlage (letzte Seite) ist der Hinweis auf die Gesundheitssorge in der ICF, die ausdrücklich im Bereich der Selbstversorgung verortet. Im Wesentlichen finden sich die relevanten Aktivitätsbereiche unter d 570 "Auf seine Gesundheit achten". Zudem finden sich ab S. 5 interessante Hinweise zur Gesundheitssorge in der Eingliederungshilfe, insbesondere Hinweise zur Sorge um Gesundheit, deren Erhaltung und Krankheitsbewältigung. Näheres hier.

Bundesfachverband Betriebliche Sozialarbeit e.V.
Die Nr. 1 für BSA in Deutschland