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Zahl der Arbeitsstunden im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen

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Mindestrente: Absicherung gegen Altersarmut und notwendiger Baustein für weitere Reformen

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Wer von zwölf Euro Mindestlohn profitieren würde

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Inklusion im Bereich der BSA: Ford als Beispiel für einen kollaborierenden Roboter für den Einsatz von "leistungsgewandelten" Mitarbeitenden

Pressemeldung LVR

In der Betrieblichen Sozialen Arbeit erleben wir es oft. Ein leistungsstarkes Mitglied der Organisation erkrankt, verunfallt oder erlebt andere Beeinträchtigungen. Mit den Mitteln der Ausgleichsabgabe des LVR-Inklusionsamt kann es gelingen, passgenaue Arbeitsplätze zu gestalten, die diese Beeinträchtigungen berücksichtigen und trotzdem betriebswirtschaftlich sinnvoll sind.

Hier ein kurzes Video, dass das vom LVR mit 372.000 Euro geförderte Modellprojekt zeigt.
https://players.brightcove.net/5793224005001/default_default/index.html?videoId=6267313676001

Das Ziel war es, den Roboter dergestalt in eine Fertigung einzubauen, dass ein Mensch mit Schwerbehinderung sich einen Arbeitsplatz mit einem Roboter teilt. Roboter werden seit vielen Jahrzehnten in der Automobilindustrie eingesetzt, allerdings zumeist hinter Schutzvorrichtungen oder als autonome Fahrroboter, die Materialien transportieren. In diesem Fall bestand die Herausforderung darin, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass sowohl die Voraussetzungen der taktgebundenen Fertigung, die Anforderungen der Arbeitssicherheit als auch die barrierefreie Gestaltung des Arbeitsplatzes berücksichtigt sind.

Der Kobot setzt gemeinsam mit einem Mensch Magnetspulen in einen Öler ein, nimmt diese anschließend auf und presst sie in den Stirndeckel des Motorblocks. Diese Arbeit erfordert große Eindruckkräfte, die selbst für gesunde Arbeitende auf Dauer belastend sein können. Bei den menschlichen Partnern handelt es sich um Mitarbeitende mit Schulter- und Handgelenkproblemen. So konnte ein Arbeitsplatz für zwei Beschäftigte mit Schwerbehinderung geschaffen werden. Das Besondere ist die Konfiguration des Roboters: Er arbeitet mit dem Menschen interaktiv „Hand in Hand“ und ist nicht durch eine Schutzeinrichtung, wie zum Beispiel einen Maschinenschutzzaun, abgetrennt.

Ein Imagefilm für Betriebliche Sozialarbeit in Österreich

Hier geht's zum Film

Die Geschichte der Betrieblichen Sozialen Arbeit

Die Geschichte der Betrieblichen Sozialen Arbeit ist seit wenigen Tagen im Historischen Archiv der Profession Sozialer Arbeit zu finden. Michael Leinenbach hat für die International Federation of Social Workers (IFSW) eine entsprechende Zusammenstellung gefertigt. Sehr lesenswert (deutsch/englisch).

https://hadpsa.de/entwicklung-der-handlungsfelder/die-betriebliche-soziale-arbeit-ausarbeitung-in-deutscher-sprache

Ausgabe Impulse, Juni 2021

Impulse (Ausgabe Juni 2021), Zeitschrift der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V. Hannover

Gesundheitssorge – Erhalt und Förderung von Gesundheit für Menschen mit Behinderungen unter besonderer Berücksichtigung der Eingliederungshilfe Positionspapier der DVfR

In einem Positionspapier, das vom Fachausschuss „Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes“ (Leitung: Andreas Bethke) erarbeitet wurde, befasst sich die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) mit dem Thema Gesundheitssorge aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen im Hinblick auf mögliche Unterstützungsbedarfe und unter besonderer Berücksichtigung der Eingliederungshilfe.

Der Erhalt und die Förderung von Gesundheit hat im Alltag eine große Bedeutung für die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen und spielt deshalb bei der Bedarfsermittlung, bei der Leistungsgestaltung sowie in Konzeptionen und Verträgen im Rahmen der Eingliederungshilfe eine wichtige Rolle.

Konsultationsprozess | Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Zeiten der Corona-Pandemie

Die DVfR hat den Konsultationsprozess „Teilhabe und Inklusion in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie – Auswirkungen und Herausforderungen“ durchgeführt. Ziel des breit angelegten Konsultationsprozesses war es, Erkenntnisse über die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Pflegebedarf zu erhalten und Handlungsoptionen für Politik und Praxis zu entwickeln.

Alle Berichte der DVfR zum Konsultationsprozess einschließlich der Teilberichte zu den Themenfeldern „Gesundheitsversorgung einschließlich medizinischer Rehabilitation“, „Arbeitsleben einschließlich beruflicher Rehabilitation“, „Bildung und Erziehung“, „Soziale Teilhabe“, „Gesellschaftliche Querschnittsthemen“ finden Sie auf der DVfR-Webseite unter: https://www.dvfr.de/arbeitsschwerpunkte/projektberichte/

OECD-Umfrage zu sozialer Versorgung

Die COVID-19-Pandemie hat den vielleicht größten Ausbau der sozialen Sicherungssysteme seit siebzig Jahren angestoßen. Dennoch sind viele Menschen immer noch stark von der Krise betroffen und fordern mehr Hilfe. In Österreich machen sich die Menschen am meisten Sorgen um Gesundheit und Langzeitpflege, in Deutschland beschäftigt sie die wirtschaftliche Unsicherheit. Hier wollen die Menschen, dass der Staat mehr tut – selbst wenn sie dafür bezahlen müssen. Die Schweizer dagegen sind relativ zufrieden mit der sozialen Versorgung, aber auch hier ist wirtschaftliche Unsicherheit ein häufig genanntes Problem.

Die länderübergreifende Umfrage „2020 Risks that Matter“, die mitten in der Pandemie durchgeführt wurde, stützt sich auf 25.000 Antworten aus 25 OECD-Ländern und untersucht, wie Menschen soziale und wirtschaftliche Risiken wahrnehmen und ob sie der Meinung sind, dass die Regierung ausreichend auf ihre Sorgen und Bedenken reagiert. Während sich die Länder langsam von der Pandemie erholen, bieten die in „Main Findings from the 2020 Risks that Matter Survey“ dargestellten Perspektiven wichtige Lehren für die Erweiterung und Reform des Sozialschutzes.

Direktzugang zur Online-Ausgabe:
https://doi.org/10.1787/b9e85cf5-en
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Hier finden Sie mehr zur Umfrage und auch Ländernotizen zu einzelnen Ländern:
https://www.oecd.org/social/risks-that-matter.htm

ARD Dokumentation „Gefährliche Sportwetten“

Zum 01. Juli 2021 ist die Legalisierung des gesamten nationalen Online-Glücksspielmarktes erfolgt. Bisherige Erfahrungen mit Online-Sportwettangeboten erhärten den Verdacht, dass mit diesem Schritt in erster Linie die Partikularinteressen der Glücksspielanbieter und weniger die Belange des Gemeinwohls bedient werden. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auf die sehenswerte ARD-Dokumentation zu "Gefährlichen Sportwetten" hinweisen.

Tabaksteuermodernisierungsgesetz beschlossen

Der Bundestag hat der Reform der Tabaksteuer am 10. Juni 2021 zugestimmt. Von 2022 an werden E-Zigaretten und Tabakerhitzer höher besteuert. Die Steuer auf herkömmliche Zigaretten, Zigarren und Zigarillos wird ebenfalls erhöht. Nikotinhaltige Substanzen zur Verwendung in E-Zigaretten sind künftig der Tabaksteuer unterworfen, bisher galt für sie die Umsatzsteuer. Für erhitzten Tabak soll eine zusätzliche Steuer eingeführt werden. Weitere Informationen zum Tabaksteuermodernisierungsgesetz finden Sie auf der Website des Deutschen Bundestages.

Neues Online Rechercheportal: Sucht und Flucht – Hilfen für geflüchtete Menschen mit Suchtproblemen

Ein neues Rechercheportal zum Thema Sucht bei geflüchteten Menschen ist ab sofort online: www.sucht-und-flucht.de. Das Rechercheportal bietet Fachkräften in der BSA im Bereich der Arbeit mit Geflüchteten im Zusammenhang mit Substanzgebrauch, Konsum- und suchtbezogenen Problemen Unterstützung. Ein erster Fokus liegt auf Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen sowie Schriften, die in der Prävention, Beratung und Behandlung zum Einsatz kommen können. Entwickelt wird das Angebot vom Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) in enger Kooperation mit der DHS und dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbund PREPARE.

A New Benchmark for Mental Health Systems: Tackling the Social and Economic Costs of Mental Ill-Health

Psychische Erkrankungen betreffen Millionen von Menschen und verursachen wirtschaftliche Kosten in Höhe von mehr als 4 % des BIP. Allerdings wurde die Gesundheitsversorgung für psychische Erkrankungen lange Zeit vernachlässigt und unterfinanziert, und der ungedeckte Bedarf an Versorgung ist immer noch hoch – durch die langanhaltende COVID-19-Krise womöglich höher denn je.

Der neue OECD-Bericht „A New Benchmark for Mental Health Systems: Tackling the Social and Economic Costs of Mental Ill-Health“ untersucht, wie gut die Länder wichtige Maßnahmen und Dienstleistungen umsetzen, die für die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme erforderlich sind. Der Bericht hebt die jüngsten Reformen hervor, die die Länder zur Stärkung der psychischen Gesundheit unternommen haben, wie zum Beispiel einen verbesserten Zugang zu psychosozialer Versorgung.

Direktzugang zur Online-Ausgabe:
https://doi.org/10.1787/4ed890f6-en